Da wir ein kleiner Club sind und auch keine sehr große Räumlichkeiten uns leisten können, haben wir uns auf eine Spurweite und auf eine Anlage aus Modulen bestehend festgelegt. Wobei die derzeitige Anlage unsere zweite Anlage aus Anlagenteilen bzw. Modulen ist.

Unsere Anlage ist in der Spurweite TT Maßstab 1:120 ausgeführt.

Zum einen haben wir unsere Hauptanlage mit den Mittelpunkt des Bahnhof Gerbstedt als ein Teil der ex. Halle-Hettstedter-Eisenbahn. Dieser Teil umfasst derzeit sechs Teile in der Größe von 1 m x 1,50 m ohne einen genormten Übergang. Auch wenn diese Anlagenteile ein konkretes Vorbild haben und wir bestrebt sind dies Vorbildgerecht wiederzugeben kommt man auch dabei nicht an Kompromissen vorbei. Zum einen war es nicht möglich die Bahnhofs- bzw. Haltepunktlängen in voller länger Umzusetzen. Bei den Gebäuden ist die größte Herausforderung das in der Regel nur aktuelle Fotos zur Verfügung standen und es jedoch zu berücksichtigen war das wir die Zeit der 60´er bis 70´er Jahre wiedergeben wollen. Daher wurden die Gebäude unserer Anlageteile mit den Bahnhof Gerbstedt, die Häuser der Stadt Gerbstedt und der Haltepunkt Welfesholz komplette Eigenbauten. Diese Eigenbauten wurden alle mittels Fotos und örtlicher Begehungen erstellt.

    Derzeit laufen die Arbeiten an den drei neuen Anlagenteilen. Dabei wird statt dem vorhanden Teil mit dem Haltepunkt "Am Kleinen Teich", die Stecke in die Richtung Halle erweitert. Dies bedeuten dass ein Streckenteil mit der Eisenfachwerkbrücke über die Kreisstraße entsteht. Das nächste Teil wird dem Bahnhof Heiligental mit dem Gleisanschluss zur Zuckerfabrik sein. Und dann gibt es ein neues Kehrschleifenteil mit der Anschlussmöglichkeit für unsere Module.


Außerdem haben wir noch weitere Module mit Übergängen nach der AKTT-Norm. Dabei wurde bei der Landschaft auf den regionalen Charakter einer Nebenbahn geachtet. Bei den Gebäuden auf den Modulen ist alles vertreten. Vom Industriemodell, vorzugweise aus Pappe, über Umbauten bis zu kompletten Eigenbauten. Dazu gibt es diverse Module in unterschiedlichen Größen inklusive der Übergangsmodule von unsere Anlage "Gerbstedt" zu den Modulen nach AKTT-Norm. Da die Module einen genormten Übergang nach der AKTT-Norm haben sind diese variabel einsetzbar. Auch ist es möglich fremde Module von anderen Modellbahnfreunden anzubauen ob nun Ein- oder auch Zweigleisig.

Eine kleine Ausnahme betreffen die Module von der Firma "P.L.-Modellbau" die wir Obhut haben und landschaftlich Gestalten. Diese Module stellen eine zweigleisige Hauptstrecke, ohne konkretes Vorbild, dar.


 

 

 

Eine Gesammtübersicht einer möglichen Aufbauvariante für unsere Clubanlage, bestehend aus der Anlage "Gerbstedt" und den diversen Modulen. Hierbei hat unsere Anlage eine Größe von 9,80 m x 4 m. In dieser Form war unsere Anlage auch schon bei einigen Ausstellungen zu sehen.

 

 

     

 

 

Dies ist aktuell unsere Anlage "Gerbstedt" mit dem Übergangs-Modulen zum Anschließen der Module nach AKTT-Norm. Die Größe ist 4 m x 4,5 m ohne den Übergangsmodulen, mit den Übergangsmodulen ist es eine Fläche von 5,50 m x 4,50 m.

 

 

 

 

Dies sind die in unseren Club vorhandenen Module in einer möglichen Zusammenstellung. Wie schon erwähnt ist es möglich hier recht flexibel zu sein. Dies ist möglich durch die genormte Schnittstelle an den Übergängen. Wobei natürlich auch erkennbar ist, dass einige Module fest zusammengehören und somit eine Einheit, bzw. ein großes Modul bilden.

 


 

Im übrigen kann man Ausschnitte von unserer Anlage auf einer DVD bewundern. "Modell Bahn TV" Ausgabe 8 in den Bericht von der Messe in Leipzig der "modell-hobby-spiel" vom 02.10 bis zum 04.10.2009 waren wir mit am Stand des AKTT mit unserer Anlage.

  Mehr zu diese DVD unter: www.modellbahn-tv.de

 

 

 


 

Hier noch ein kleiner Abriss zur Elektrik bzw. Elektronik unserer Clubanlage. Generell ist diese analog ausgeführt und mit nur wenigen Automatikfunktionen. Wir möchten nicht nur Beobachter an der Anlage sein sondern auch selber fahren und Steuern können. Wenn Schaltvorgänge durch Loks ausgelöst werden dann in der Regel durch Lichtschranken. Denn wenn „fremde Züge“ von angeschlossen Anlagen verkehren muss dies dann genauso funktionieren wie mit den eigenen Zügen.

Was uns abschreckt bzw. auch hindert zu digitalisieren sind folgende Punkte.

Zum einen ist es ein enormer Kostenaufwand den wir nicht realisieren können. Zum anderen sind es die Schwierigkeiten die sich ergeben wenn man Module hat und diese mit Modulen von anderen Clubs oder Vereinen verbinden möchte. Denn leider gibt es kein einheitlichen Standard. Und jeder Hersteller kocht nun mal sein eigenes Süppchen. Nicht einmal bei den Lok-Decodern kann man jeden einfach in jede Lok eines beliebigen Herstellers einsetzen ohne Funktionseinschränkungen zu haben oder diesen Umprogrammieren zu müssen. Das bedeutet eine Lok mit Decoder fährt einwandfrei in den Bereich wo diese Programmiert wurde, fährt auch in den anlogen Bereich jedoch beim befahren eines "fremden" digital Bereich auf einer fremden Anlage weiß man nicht was oder was auch nicht passiert. Auch kann man den Effekt haben, dass wenn eine programmierte Digitallok aus den anlogen Bereich wieder in ihren eigentlichen digitalen Bereich zurückkommt das der Decoder der Lok in seiner Programmierung Fehler aufweist.